Sein Curriculum orientiert sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, jedoch legt der Studiengang einen Schwerpunkt auf die anwendungsbezogene Vermittlung diagnostischer, beraterischer und therapeutischer Basiskompetenzen. Seine psychoanalytische Orientierung zeigt sich darin, dass neben verhaltenstherapeutischen, gestalttherapeutischen, systemischen und anderen die psychoanalytischen Verfahren den Schwerpunkt des Studiums bilden.

Außerdem soll die Vermittlung empirischer und statistischer Methoden auch solche Verfahren einbeziehen, die besonders geeignet sind, den Prozess und das Ergebnis psychoanalytischer Behandlungen zu erfassen und abzubilden. Schließlich erscheint die psychoanalytische Ausrichtung auch darin, dass die Studierenden die Psychoanalyse nicht nur als ein psychotherapeutisches Verfahren, sondern auch als Kulturtheorie und angewandte Sozialwissenschaft kennenlernen werden. Der Studiengang ist vom Berliner Senat genehmigt und bis 2017 offiziell akkreditiert.

Aufbau und Gliederung

Das Studium umfasst 120 Leistungspunkte, die in vier Semestern Ganztagsstudium bzw. 8 Semestern Teilzeitstudium erworben werden können. Die Leistungspunkte verteilen sich in etwa gleichmäßig über die Semester, wobei im letzten Semester die Master-Arbeit geschrieben wird. Im Falle des Teilzeitstudiums für Berufstätige und Auswärtige wird eine Präsenz von einer Woche und vier Wochenenden pro Semester erwartet.

Die Lehrgebiete des Studiums sind in fünf Studienbereiche gegliedert. Hinzu kommt ein Wahlpflichtfach, welches dem Studierenden die Gelegenheit geben soll, nach eigenem Interesse einen wissenschaftlichen Schwerpunkt zu legen. Außerdem soll der Studierende ein Berufspraktikum absolvieren.

Ziele

Der Master-Studiengang Psychologie soll die Studierenden befähigen, selbständig als Klinische Psychologen zu arbeiten, sich wissenschaftlich weiterzubilden und ggf. eine Hochschullaufbahn anzustreben. Die Absolventen können sich um die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz bewerben. Sie sind frei darin, eine der nach dem PThG anerkannten psychotherapeutischen Richtungen (verhaltenstherapeutisch, tiefenpsychologisch, psychoanalytisch) zu wählen.

Die Absolventen dieses Studienganges erfüllen die Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutin nach deutscher Rechtslage.

Es ist zu erwarten, dass die Absolventen aufgrund ihrer Erfahrungen in den anwendungsbezogenen Lehrveranstaltungen (Erstinterviewseminare, Fallvorstellungen, kasuistische Seminare) auf die Inhalte und Ziele einer psychoanalytischen Ausbildung nach dem PThG besonders gut vorbereitet sind. Eine Garantie für die Aufnahme in die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten kann aber nicht gegeben werden. Insbesondere solche Absolventen, die nicht nach einem Bachelorstudium Psychologie, sondern als "Quereinsteiger" mit einem sozialwissenschaftlichen Examen das Masterstudium Psychologie an der IPU begonnen haben, können nach derzeitiger Auffassung der Landesprüfungsämter nicht damit rechnen, in die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten aufgenommen zu werden.

Studienbewerber

Voraussetzung zur Zulassung ist der Bachelor-Abschluss Psychologie an einer Hochschule. Absolventen anderer, sozialwissenschaftlicher Studiengänge (wie z. B. Medizin, Erziehungswissenschaften, Theologie, Soziologie) müssen mindestens 60 Leistungspunkte in Psychologie nachweisen, die in einem vorangegangenen Hochschulstudium erworben wurden. Eine Anerkennung der Vorleistungen nimmt die Prüfungskommission vor. Diese kann außerdem maximal 4 Brückenkurse zu je 5 ECTS auferlegen (Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie, Methoden der Psychologie).

Nach derzeitiger Rechtsauffassung der uns bekannten Landesprüfungsämter (in Berlin ist es das Landesamt für Gesundheit und Soziales) haben Absolventen des MA Psychologie nur dann die Möglichkeit, sich für eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten zu bewerben, wenn sie zuvor ein Bachelor-Studium Psychologie absolviert haben.

Für das Bewerbungsverfahren gilt: Die Hochschulleitung behält sich vor, eine Bewerbung zurückzustellen oder abzulehnen. Bei dieser Entscheidung berücksichtigt sie den Gesamteindruck einer Bewerbung: Die Berufswahlmotivation, die Interessen des Bewerbers/der Bewerberin und ggf. seine/ihre Vorerfahrungen und soziales Engagement. Die Mehrzahl der Bewerber(innen) wird zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dieses wird protokolliert und mündet in eine Empfehlung an die Hochschulleitung, den Bewerber/die Bewerberin zuzulassen oder abzulehnen. Bewerbungen für das WiSe 2016/17 können bis zum 30. September 2016 eingereicht werden.

Studiengang in:
Deutsch

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Dieser Kurs ist Campus based
Startdatum
Okt. 2019
Duration
4 semester
Vollzeit
Preis
21,400 EUR
Vollzeit; 22200 EUR Teilzeit
Deadline
Nach Standort
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Startdatum
Okt. 2019
Enddatum
Anmeldefrist

Okt. 2019

Location
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